Die ersten dahin geschossenen Worte

Worte können manchmal das ein oder andere verschleiern, für einen Moment die Luft die einem den Atem raubt anhalten. Im Widerspruch gefangen, von außen nur das gesehen, was die eigene Vorstellungskraft erlaubt, geurteilt, vor- und nach- geurteilt, immer besser wissend, ohne selber jemals dort gewesen zu sein, erreicht der Schrei in den Wind nur den, den man eigentlich nicht meint. Und so verhallen manchmal die dahin geschossenen Worte nicht in den Ohren, die man erreichen will und verschwinden in der Nacht.

Sie kreiseln um greise Kreise und schließen sich und öffnen sich und waren nie mehr gesehen. Doch tauchen sie auch wieder auf im Endlichen, um der Unendlichkeit einen Sinn zu geben. Manchmal sind sie aufdringlich, dann versuche ich sie zu zerreden, doch sie wehren sich dagegen. Manchmal bleiben sie am Blinddarm kleben, doch wehren sie sich dagegen und wandern über das Herz zur Stirn, in meinem Kopf und hier auf Papier,

… und durch die Weiten der virtuellen Welt zu dir.

Von irgendwoher tönte Musik von Ennio Morricone. Zwei Wörter standen sich gegenüber. Auf der einen Seite das Ja und auf der anderen Seite das Nein und in der Mitte das Jein. Plötzlich krähte von irgendwoher ein Hahn. Dann plötzlich ein dahin geschossenes Wort und vom Misthaufen fiel ein Gockel dort. Worüber man uneins war, war dann auch egal und man versammelte sich im Saloon zur freundlichen Begegnung auf eine Buchstabensuppe. Still vor dem Teller sitzend sortierte das eine Wort die Buchstaben. Plötzlich, es fühlte sich halb wie Gott, ein Wort im Teller. „Heureka“, schrie es und kippte einen Martini in einem Rutsch runter. Aus zwei Wörtern wurden viele.

Sie hatten viel zu tun … diese Wörter.
Aber eins ist gewiss, ohne ein Wort, gäbe es kein Licht.

… gehalten, umsorgt und aufbewahrt, für ein Vergissmeinnicht.

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